Ist Italien der nächste Wackelkandidat
Italien ist zweifellos ein schönes Land. Seine Bevölkerung weiß zu leben und ist stolz auf eine ruhmreiche Geschichte. Viele Städte geben noch heute Zeugnis glorreicher, machtvoller Zeiten und ein jeder kennt wohl Monumente wie das Kolosseum, den Mailänder Dom und den berühmten Balkon von Romeo und Julia in Florenz. Und welch eine Geschichte erst erzählt Venedig. Inzwischen hat sich das Bild Italiens in der Wahrnehmung von außen verändert. Die Touristen strömen weiterhin in das Land und Italien zählt auch weiterhin explizit zu den beliebtesten Reiszielen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es gerade in Krisenzeiten ausreicht, sich auf Reisegäste zu fokussieren. Niemand mehr verbindet mit Italien Macht, Innovation und hohe Wirtschaftlichkeit. Auch wenn die italienischen Autos weiterhin weltberühmt sind.
In diesen Tagen macht das Land mit der Stiefelspitze eher Schlagzeilen mit einem Ministerpräsidenten, der auf das Ausland nicht sehr staatsmännisch wirkt. Obwohl selbst Unternehmer, führt er sein Land nicht in diesem Sinne. Satt dem Hedonismus zu frönen, wäre es für ihn eine Leichtes, seinen Mitbürgern unternehmerische Tugenden vorzuleben: Sicherung der Liquidität, Umgang mit Risiken und wachstumsorientiertes Handeln. Umso wichtiger ist es, dass Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und finanzielle Rücklagen bilden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten aktiv zu werden: Tagesgeld-Konditionen können verglichen werden, Sparformen entwickelt und Investitionen in Geldalternativen wie Immobilien oder Aktien getätigt werden. Wichtig ist für jedermann, seinen Gestaltungsraum zu erweitern und das gelingt vornehmlich durch gesicherte, finanzielle Rücklagen.
Wenn sich die Italiener auf Ihre Kultur besinnen, ihre rumreiche Tradition in Europa, sollten sie aber auch zurückfinden zu Tugenden, die sie zum Machtdreieck Deutschland, Frankreich, Großbritannien zurückführen. Wichtige wirtschaftliche Faktoren bilden dabei sicher das Finanzwesen, die Automobil- und Lebensmittelindustrie. Italien liegt derzeit jedoch sprichwörtlich am Boden und es bleibt abzuwarten, wie sich die Wirtschaft, die Finanzen und entsprechend auch die Kultur entwickeln wird.
