Italiens Regierung gerät unter Druck
Nach Griechenland gerät nun auch Italien unter immer größeren Druck. Die finanzielle und wirtschaftliche Situation des Landes wird seitens der EU-Kommission als sehr besorgniserregend eingestuft. Um das Vertrauen der Finanzmärkte zu stärken, hat diese das Land strengen Kontrollen unterzogen. Die Kontrolle und die Überwachung sollen eine Hilfestellung für Italien sein. Jedoch liegt es an der Regierung des überschuldeten Landes, an der inzwischen dramatischen Situation etwas zu verändern. Zudem muss das Vertrauen in die Politik erneut hergestellt und gestärkt werden. Italiens Regierung ist gegenüber den europäischen Staaten die Verpflichtung eingegangen, Reformen vorzunehmen. Neben der EU-Kommission beaufsichtigt auch der Internationale Währungsfonds die finanzielle und wirtschaftliche Entwicklung Italiens.
Dem Finanzminister Italiens, Giulio Tremonti, wurde von der EU-Kommission ein Fragebogen zugeschickt. In 40 Fragen hat dieser nun Stellung zur finanziellen und wirtschaftlichen Situation des Landes zu nehmen. Ebenso erhofft sich EU-Währungskommissar Olli Rehn weitere Vorschläge für verändernde Maßnahmen zur Entschärfung der angespannten Situation. Zwar hat Tremonti schon einige Informationen preisgegeben, jedoch gibt es noch viele Antworten, die er Europa schuldig ist. Die EU-Währungskommission hat Italien Fristen zur Ausarbeitung einschneidender Reformen gesetzt. Die zeitgemäße Ausarbeitung wird aber als schwierig eingeschätzt. Zwar wird eine Bewegung innerhalb der Regierung wahrgenommen, der Weg aus der Krise gestaltet sich für Italien dennoch äußerst schwierig.
Der Druck auf das angeschlagene Land erhöht sich zudem durch den Verlust der Parlamentsmehrheit für Silvio Berlusconi. Der Oppositionsführer Pier Luigi forderte daraufhin umgehend seinen Rücktritt. Gemeinsam mit Staatschef Giorgio Napolitano berät Berlusconi nun über das weitere politische Vorgehen. Das auf ganzer Linie angeschlagene Land muss sich seinen Weg aus der dramatischen Krise bahnen. Das gestaltet sich sehr schwierig, denn Berlusconi trifft selbst in seiner eigenen Partei auf starke Gegner. Ebenso ist die Ausarbeitung einzelner Reformen aufgrund von Unstimmigkeiten nicht gerade einfach. Sowohl innerhalb der Regierung als auch durch den steigenden Druck und lautstarke Forderungen der Opposition kommt es vermehrt zu Hindernissen, die die Bewältigung der Krise zunehmend erschweren. Eine vorausschauende Planung des Haushaltes ist scheinbar unmöglich. Im schlimmsten Falle muss jeder italienische Bürger wohl seine Lebensversicherung verkaufen.
