Italienurlaub mit dem Fahrrad

Italienurlaub mit dem FahrradWer mit dem Fahrrad durch Italien fährt, darf dort nicht mit dem Standard rechnen, den er von deutschen Radwegen gewohnt ist. Dafür findet er hier aber etwas ganz anderes. So sind zum Beispiel am frühen Sonntagmorgen die Straßen in den Städten fast autofrei. Deshalb wird sich sicher auch niemand darüber wundern, dass sie stattdessen von Radfahrern bevölkert sind. Radfahren ist in Italien mindestens genauso populär wie in Holland. Allerdings ist das Fahrrad in Italien weniger ein Fortbewegungsmittel, als vielmehr ein Sportgerät. Dank der fantastischen Landschaft ist Urlaub auf dem Fahrrad in Italien etwas ganz Besonderes. Allerdings ist das Radwegenetz in Italien noch lange nicht so gut ausgebaut wie in Deutschland oder anderen Ländern.

In Italien gibt es gerade mal 7500 km Radwege. Im Vergleich dazu hat England 17.000 km und in Deutschland sind es derzeit 35.000 km, und es werden immer mehr. Als fahrradfreundlichste Stadt in Italien gilt Reggio Emilia mit seinen relativ vielen Radwegen. Aber auch wenn es in Italien sehr wenige Radwege gibt, lohnt sich eine Tour mit dem Mountainbike trotzdem. Die Touren sind nicht allzu schwer, aber man sollte schon ein Mountainbike für jedes Gelände haben. Wer beim Radfahren die schöne Gegend genießen will, kommt vor allem in den Provinzen Trient und Südtirol voll auf seine Kosten. Wer nicht so viele Berge fahren möchte, kann auch in der Poebene fahren. Generell kann gesagt werden, dass die historischen Altstädte bedeutend fahrradfreundlicher sind als die übervölkerten Großstädte. Allerdings sollte man einiges an Kondition mitbringen, denn die meisten historischen Städte wurden auf einem Hügel erbaut. Seitdem die Verkehrsämter in Italien entdeckt haben, dass mit guten Fahrradwegen auch Touristen ins Land kommen, hat hier ein Umdenken eingesetzt. Vor allem in Nord und Mittelitalien setzt man verstärkt auf die Biker und tut auch etwas dafür, dass sie sich auf ihren Radtouren wohl fühlen. Bei einer Radtour durch Italien darf man auf keinen Fall auf gute Karten oder Tourenbeschreibungen verzichten. Aber auch auf guten Karten sind nicht alle Wege eingezeichnet.

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